Umweltfreundlichkeit ja, dafür bezahlen nein? Finde heraus, wie du den Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit und einen schnellen, kosteneffizienten Versand miteinander kombinieren kannst.
Kostenloser Versand war im E-Commerce trotz der ökonomischen Implikationen lange ein Muss, um Shopper vom Kauf zu überzeugen. Mit steigendem Umweltbewusstsein der Kunden steigt aber auch die Bereitschaft, für einen umweltfreundlichen Versand mehr oder überhaupt etwas zu bezahlen.
In diesem Asendia Insights Blogbeitrag gehen wir der Frage nach, ob Kunden für mehr Nachhaltigkeit bezahlen möchten und was Transparenz und Wahlmöglichkeiten damit zu tun haben.
Wollen Kunden wirklich für nachhaltigen Versand bezahlen?
In der Regel sind E-Commerce Kunden daran interessiert, ihre Lieferung so schnell und unkompliziert wie möglich direkt an die Haustür geliefert zu bekommen – am liebsten natürlich kostenlos. Komfort und Gratisversand stehen also meist ganz oben auf der Liste der Shoppingpräferenzen. Auf den ersten Blick scheint das nicht ganz zu einem umweltfreundlichen Versand zu passen, ist dieser doch häufig langsamer und teurer. Allerdings zeigen Studien, dass immer mehr Kunden daran interessiert sind, ihren Teil dazu beizutragen, den E-Commerce umweltfreundlicher zu machen. So zeigt unter anderem Descartes’ 2nd Annual Home Delivery Sustainability Study eine steigende Bereitschaft der Shopper, Pakete konsolidiert in einer Sendung zu erhalten oder einen langsameren Versand in Kauf zu nehmen, wenn dadurch die Anzahl der Sendungen und damit die Umweltbelastung sinkt. Immerhin 26 % der Befragten aus neun verschiedenen Ländern würden für die grüne Lieferung auch mehr zahlen; in einer Umfrage der Schweizerischen Post sind es unter den Schweizer Kunden immerhin 24 %.
Einer Studie von parcellab zufolge sind es vor allem Frauen und Personen mit höherem Einkommen, denen das Thema Nachhaltigkeit am Herzen liegt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei aber eher auf passgenauen Verpackungen und recyclebaren Versandmaterialien. Einen Aufpreis für nachhaltigen Versand würden dagegen eher junge Shopper und Männer bezahlen; für nachhaltige Retouren wiederum sieht es nicht gut aus: Das Entgegenkommen der Käufer beschränkt sich hier auf die Bereitschaft, länger auf Abholung oder Rückerstattung zu warten.
Transparenz schafft Vertrauen und Akzeptanz
Ein wichtiger Punkt für den Aufbau deiner Marke ist die Identifikation der Kunden mit derselben; die Shopper wollen vermehrt wissen, wofür ein Unternehmen steht und ob es in sozialen und ökologischen Belangen in ihrem Sinne handelt. Marken sind heutzutage nahbar und authentisch – und zwar auch dann, wenn sie Fehler machen oder Dinge nicht so laufen wie geplant. Das spielt natürlich auch beim Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle: Ist dein Versand zwar möglichst nachhaltig, deine Produkte jedoch nicht, so wirkt das nicht besonders konsequent.
Zudem solltest du klar kommunizieren, welchen Impact deine Versandmethoden auf die Umwelt haben. Dazu könntest du beispielsweise die CO2-Bilanz deiner Lieferung beim Check-out angeben, um möglichst transparent zu machen, wie grün der Versand tatsächlich ist. Bei einer teureren, grünen Versandoption hast du so den direkten Vergleich zum Standardversand und kannst deinen Kunden anschaulich verdeutlichen, welchen Einfluss ihre Wahl der Versandmethode haben kann.
Zu einer transparenten Kommunikation deiner Herstellungsprozesse und Lieferketten kannst du dir unter anderem folgende Fragen stellen, die auch so von deinen Kunden stammen könnten:
- Wo kommt mein Produkt her?
- Wie wurde es produziert?
- Wie nachhaltig ist das Produkt bzw. seine Bestandteile?
- Wie steht es um die Corporate Social Responsibility (CSR) des Unternehmens und seiner Lieferanten?
- Erfolgt der Versand CO2-neutral?
Liefere deinen Kunden am besten feste Bezugsgrößen bzw. konkrete Zahlen, damit sie sich ein Bild davon machen können, wie ernst du es wirklich meinst. Ein paar schwammige Sätze zu sozialer Verantwortung und Umweltbewusstsein werden schnell als Green bzw. Social Washing entlarvt – eine transparente Kommunikation hingegen schafft Vertrauen und zeigt deinen Kunden, dass du tatsächlich aktiv wirst und verantwortlich handelst.
Wahl statt Pflicht: Mache Nachhaltigkeit zu einem aktiven Teil der Kaufentscheidung deiner Kunden
Man könnte auch sagen: belohnen statt bestrafen. Niemand mag es, gesagt zu bekommen, was er oder sie tun soll – das gilt auch für deine Kunden, wenn sie beim Check-out die Versandmethode auswählen. Gibt es lediglich eine grüne Option, für die sie bezahlen müssen, kann das dazu führen, dass sie den Warenkorb abbrechen. Bietest du ihnen dagegen eine Auswahl sowie zusätzliche Anreize, die nachhaltige Variante auszuwählen, kannst du die Shopper eher zu umweltfreundlichem Verhalten ermuntern. Beispiele dafür sind etwa eine Spende für ein CO2-Projekt beim Check-out oder Punkte, die sich später für einen Gutschein oder ähnliches einlösen lassen.
Die Effekte auf deine Kunden lassen sich ganz konkret darstellen:
- positive Markenwahrnehmung
- Flexibilität beim Shoppen
- Akzeptanz
Indem du die Kunden für ihre Entscheidung respektierst und ihnen nicht vorschreibst, was sie zu tun haben, fühlen sie sich eher akzeptiert und wahrgenommen. Das wirkt sich wiederum positiv auf deine Marke aus, da deine Kunden sie mit einer Belohnung verknüpfen und nicht mit einem negativ behafteten Zwang. Zudem gibst du ihnen die Möglichkeit, auch später noch die umweltfreundliche Variante zu wählen – denn womöglich möchte der Kunde eigentlich nachhaltig handeln, kann dies aus den verschiedensten Gründen aber gerade nicht umsetzen. Ein Incentive statt eines erhobenen Zeigefingers kann hier wahre Wunder wirken. Im Optimalfall machst du so aus einer simplen Nachhaltigkeitsidee ein geschicktes Tool zur Verbesserung der Kundenbindung.
So kann Asendia dich und dein Unternehmen unterstützen
Asendia übernimmt sowohl lokale als auch globale Verantwortung für eine nachhaltige E-Commerce-Welt und unterstützt Initiativen rund um den Globus, um Lieferketten transparent und die Logistik möglichst nachhaltig zu machen.
Als Experte für internationale E-Commerce- und Versandlösungen in über 200 Destinationen weltweit können wir dir und deinen Kunden maßgeschneiderte Logistiklösungen anbieten. Darüber hinaus hilft Asendia seinen Kunden mit smarter Technologie und agiler Logistikkompetenz in allen Bereichen des E-Commerce.
Wir unterstützen dich mit unserem Know-how gerne dabei, die internationale Logistik grüner zu machen und deinen Kunden überall auf der Welt ein perfektes Versanderlebnis zu bieten – kontaktiere unsere Experten für eine umfassende Beratung!

