Kosten vs. Kundenerwartungen: Nachhaltigkeit ist für internationale Onlinehändler oft auch eine Frage des Handlungsspielraums. Nachhaltige Logistikpartner können Abhilfe schaffen.
Wie verträgt sich das Nachhaltigkeitsbewusstsein der Kunden mit dem Wunsch auf Komfort und schneller Lieferung? Und wie kannst du als Onlinehändler überhaupt realistisch für Nachhaltigkeit eintreten, ohne dabei die Kosten aus den Augen zu verlieren?
In diesem Asendia Insights Blogbeitrag gehen wir näher auf Möglichkeiten für eine umweltfreundliche Logistik ein und beleuchten, was die Kunden eigentlich vom E-Commerce-Versand erwarten.
Was bedeutet Nachhaltigkeit im E-Commerce?
Nachhaltigkeit betrifft auf den ersten Blick vor allem deinen Versand, wird doch ein Großteil der CO2-Emissionen durch Transportmittel wie Flugzeuge und Dieselfahrzeuge verursacht. Gleichzeitig kannst du aber an vielen andere Stellschrauben drehen, um den ökologischen Fußabdruck deines Unternehmens zu verbessern – etwa mit grüner IT, nachhaltigen Verpackungen oder einem papierlosen Büro. Im Idealfall sollte Nachhaltigkeit alle Unternehmensbereiche betreffen und zum Markenkern werden. Laut einer EHI-Studie aus dem Jahr 2025 verankert knapp die Hälfte der befragten Unternehmen “ökologische Strategien in ihrer Marketingstrategie”. Hier bietet sich für dich und dein Unternehmen die Gelegenheit, Wettbewerbsvorteile zu erlangen und sich von der Konkurrenz abzusetzen – etwa, indem du dein Marketing noch stärker aktiv darauf fokussierst und Green Practices als Verkaufsargument nutzt.
Aus Sicht der Kunden stehen meist Bequemlichkeit und Komfort an erster Stelle. Der YouGov Online Retail 2025 study zufolge sollten Versand und Retouren schnell, günstig und möglichst problemlos sein; ein ähnliches Bild ergibt sich bei einer CleanHub-Studie aus dem Jahr 2023: Hier wünschen sich zwei Drittel der Verbraucher einen nachhaltigeren Retourenprozess – ohne allerdings auf Komfort verzichten zu wollen. Hier sind also die Händler gefragt, Nachhaltigkeit und Kundenzufriedenheit miteinander auszubalancieren.
Nachhaltigkeit vs. Kosten
Eines der größten Probleme der Nachhaltigkeit im E-Commerce ist der Zielkonflikt zwischen Nachhaltigkeit und Kosten. Die E-Commerce-Logistik ist auf Kosteneffizienz und Schnelligkeit ausgelegt, ökologische Faktoren spielen oft nur dann eine Rolle, wenn die zusätzlichen Kosten billigend in Kauf genommen werden können – etwa, weil ein Kunde dazu bereit ist, mehr für die umweltschonende Versandoption zu bezahlen. Viele Shopper bevorzugen allerdings in Zeiten von Same Day oder Next Day einen möglichst schnellen Versand, der auch nicht zu viel kosten sollte – wenn er nicht sogar kostenlos ist. Die Kunden von einer grünen Versandoption zu überzeugen, ist also nicht ganz einfach.
Eine Möglichkeit, das Umweltbewusstsein deiner Shopper zu verbessern, ist das sogenannte Green Nudging: Das bedeutet nichts anderes, als dass du die Käufer für klimafreundliches Verhalten belohnst – etwa, indem sie Punkte sammeln, wenn sie die grüne Versandmethode wählen oder beim Check-out per Spende für ein Umweltprojekt den Kaufbetrag aufrunden. Belohnen statt bestrafen ist hier also die Devise. Dafür brauchst du natürlich auch Informationen zum CO2-Fußabdruck einer Onlinebestellung oder Retoure, die du dem Kunden im Zuge der Bestellung mitteilst, ohne ihn dabei zu sehr unter Druck zu setzen.
Du kannst deine Kunden aber auch indirekt zu ökologischem Verhalten ermuntern, ohne dass sie es merken. Mit hochauflösenden Produktbildern und hilfreichen Tools wie Größentabellen und Schnittmustern reduzierst du beispielsweise die Anzahl der Retouren. Entspricht das Produkt den Erwartungen des Kunden, wird er mit geringerer Wahrscheinlichkeit zurücksenden und somit ebenfalls einen Teil zu mehr Nachhaltigkeit im E-Commerce beitragen.
Warum deine Versandpartner für Green Logistics so wichtig sind
Natürlich ist Green Logistics eng mit den Dienstleistern verknüpft, die Rohmaterialien und Produkte zu dir liefern und die wiederum dafür sorgen, dass deine Pakete beim Kunden ankommen. Du kannst zwar mit Green IT und nachhaltigen Verpackungen eine Menge für deinen CO2-Fußabdruck tun, die meisten Emissionen im E-Commerce fallen aber beim Transport an – Frachtflugzeuge und dieselbetriebene Lieferwagen sind nach wie vor die wichtigsten Verkehrsmittel für den internationalen E-Commerce-Versand . Möchtest du auf Green Logistics setzen, brauchst du also Logistikpartner, die einen möglichst grünen und nachhaltigen Versand gewährleisten können. Dazu können auf der letzten Meile beispielsweise Lastenräder und E-Transporter beitragen.
Darüber hinaus können Emissionen im Versand auch durch Packstationen, konsolidierte Logistik oder besseres Zeitmanagement in Absprache mit dem Kunden (keine unnötigen Mehrfahrten, zeitgenaue Zustellung) reduziert werden. Auch hier ist es wichtig, dass deine Logitikpartner flexible Serviceleistungen anbieten können und die Zustellung auf die Lebensrealtiät deiner Kunden zugeschnitten ist – schließlich ist nicht jeder tagsüber zuhause oder hat Nachbarn, die die Pakete problemlos annehmen können.
So kann Asendia dich und dein Unternehmen mit Green Logistics unterstützen
Asendia übernimmt sowohl lokale als auch globale Verantwortung für eine nachhaltige E-Commerce-Welt und unterstützt Initiativen rund um den Globus, um Lieferketten transparent und die Logistik möglichst nachhaltig zu machen.
Als Experte für internationale E-Commerce- und Versandlösungen in über 200 Destinationenweltweit können wir dir und deinen Kunden maßgeschneiderte Logistiklösungen anbieten. Darüber hinaus hilft Asendia seinen Kunden mit smarter Technologie und agiler Logistikkompetenz in allen Bereichen des E-Commerce.
Wir unterstützen dich mit unserem Know-how gerne dabei, die internationale Logistik grüner zu machen und deinen Kunden überall auf der Welt ein perfektes Versanderlebnis zu bieten – kontaktiere unsere Experten für eine umfassende Beratung!

