Internationales Wachstum ist für kleine und mittlere Unternehmen der Schlüssel zum Erfolg – die grenzüberschreitende Skalierung birgt jedoch einige Fallstricke. Wir zeigen dir, worauf es ankommt.
International skalieren ist mit dem richtigen Setup so einfach wie noch nie; zahlreiche aufstrebende E-Commerce-Märkte bieten KMUs die Chance, grenzüberschreitend zu verkaufen und das eigene Wachstum voranzutreiben.
In diesem Asendia Blogbeitrag erfährst du, wie du den grenzüberschreitenden internationalen Verkauf am besten angehen kannst, ohne zu viel Risiko einzugehen – und warum dein Versand-Setup hierbei eine entscheidende Rolle spielt.
Typische Hürden beim internationalen Verkauf
Im Gegensatz zum inländischen Versand musst du bei grenzüberschreitenden Sendungen einige Dinge beachten, die sich bei schlechter Vorbereitung schnell als unangenehme Hürden erweisen können. In manchen Ländern müssen deine Pakete beispielsweise erst durch den Zoll, bevor sie beim Kunden landen. Dafür musst du unter anderem eine Zollinhaltserklärung vorlegen, in der alle relevanten Daten enthalten sind, die der Zoll benötigt, um eine Sendung einschätzen zu können. Bei Exporten in ein Drittland ist der Sendung außerdem eine Handelsrechnung beizufügen.
Zusätzlich können Bestimmungen und Gesetze in anderen Ländern von den hiesigen Regelungen abweichen. Dazu gehören unter anderem:
- Zollabwicklung (EORI-Nr.)
- Steuern und andere Abgaben
- Kennzeichnungspflichten
- Jugendschutzbestimmungen
- Gesundheitsvorschriften
- Registrierungspflichten
Darüber hinaus können Produkte oder deren Inhaltsstoffe aus den verschiedensten Gründen verboten oder eingeschränkt sein, sodass ein Import entweder gebührenpflichtig oder gar nicht erst zulässig ist. Einige Länder verlangen zudem spezielle Zertifizierungen für eingeführte Güter, die anderswo nicht notwendig sind; dasselbe gilt für Kennzeichnungen von Sendungen. Ebenso können sich die Jugendschutzvorschriften von denen in Deutschland unterscheiden. Welche Gewährleistungen oder Garantien du deinen Kunden im Ausland zugestehen musst, kann sich ebenfalls von Land zu Land stark unterscheiden; hier ist unter anderem das Widerrufsrecht betroffen. Für Retouren kann es ebenfalls andere Bestimmungen geben. Oft ist es zudem verpflichtend, sich im Zielland für steuerliche Zwecke zu registrieren.
Skalierbare Versand-Setups: der Schlüssel fürs Wachstum
Im Zuge des (internationalen) Wachstums stößt du schnell an die Grenze, an der du manuelle Prozesse automatisieren musst, um effizient arbeiten zu können. Hast du vorher noch alles selbst erledigt, weil es notwendig war und weil du es problemlos händeln konntest, so ist es ab sofort entscheidend, Fulfillment und Logistik so aufzustellen, dass der Aufwand pro bearbeitetem Paket zwar möglichst gering ausfällt, du aber auch bei Auftragsspitzen oder -flauten keine Mehrarbeit hast. Laufen Schritte wie der Etikettendruck oder das Retourenmanagement automatisiert ab, bleibst du auch bei schwankender Auftragslage flexibel. Darüber hinaus minimierst du mit einer solchen Strategie nervige Fehler, die dir ansonsten unzufriedene Kunden und schlechte Bewertungen bescheren.
Du brauchst also Logistikpartner, die dein Wachstum problemlos und flexibel mitgestalten – egal, ob du 20 oder 2.000 Pakete täglich in die Welt hinaus versendest. Denn nur wenn du dein Versand-Setup einfach und ohne Mehraufwand skalieren kannst, kann auch dein Unternehmen problemlos skalieren – und du dich auf dein Kerngeschäft fokussieren und deine Ressourcen sinnvoll einsetzen.
Warum eine schrittweise Internationalisierung besser ist
Grundsätzlich scheint es verlockend, schnell zu skalieren und mit einem Big Bang in einen neuen Markt einzutreten. Allerdings passieren auf diese Weise auch schneller Fehler, die dich teuer zu stehen kommen können. Wer in Ruhe und in einem überschaubaren Rahmen testet, kann die gewonnenen Erfahrungen später auf andere Märkte übertragen und die internationale Skalierung besser vorantreiben.
Die Vorteile der schrittweisen Internationalisierung sind unter anderem:
- Erfahrungen sammeln: Lerne die Feinheiten des internationalen Verkaufs kennen und teste auf diese Weise auch deine internen Abläufe.
- Weniger Risiko: Ein kleines Marktumfeld erfordert geringere Investitionen in Marketing, Logistik und Personal.
- Logistik optimieren: Optimiere deine Lieferkette und wähle die passenden Partner, bevor du rund um den Globus versendest und die verschiedenen Erwartungen deiner Kunden aus aller Welt deine Logistik überfordern.
- Gesetze und Richtlinien kennenlernen: Setze dich in Ruhe mit den juristischen Feinheiten des Zielmarktes auseinander und gewöhne dich an die rechtlichen Vorgaben eines einzelnen Landes, bevor du es mit vielen unterschiedlichen Gesetzen und Verordnungen zu tun bekommst.
Darum ist ein zentraler Versandpartner für dein Vorhaben so wichtig
Sobald du international und damit in mehr als ein Zielgebiet versenden möchtest, benötigst du für jedes Land ein oder mehrere Versandpartner, die deine Pakete zunächst exportieren und dann deinen Kunden vor Ort zustellen. Da aber jedes Land über eine eigene logistische Infrastruktur verfügt und lokale Postdienstleister häufig über das dichteste postalische Netzwerk verfügen, liegt es nahe, mit vielen unterschiedlichen Partnern zusammenzuarbeiten, um international verkaufen zu können.
Es ist allerdings gar nicht so einfach, viele Versanddienstleister parallel zu händeln; engagierst du für jedes Zielgebiet einen eigenen Dienstleister, entsteht schnell ein undurchsichtiges Dickicht an Konditionen und Besonderheiten, durch das du dich manövrieren musst. Ein falscher Partner kann zudem Verzögerungen und unnötige Kosten verursachen. Das kostet dich im Endeffekt Zeit, Geld und Nerven, die du anderer Stelle besser investieren kannst.
Praktischer ist hier die Zusammenarbeit mit einem einzigen Partner wie Asendia, der wiederum mit vielen lokalen Postunternehmen und Logistikpartner zusammenarbeitet, für dich aber alles aus einer Hand anbietet. Auf diese Weise hast du nur einen Ansprechpartner, der sich um alles für dich kümmert – und du profitierst dennoch von den vielen Vorteilen, die dir die unterschiedlichen Dienstleister bieten.
So wählst du den geeigneten Zielmarkt für die internationale Skalierung aus
Andere Länder, andere Sitten – den Spruch hast du garantiert schon einmal gehört. Und auch wenn er abgedroschen klingt: Bei der Expansion in neue Märkte ist es entscheidend, herauszufinden, was die Kunden dort wollen, welche Konkurrenten womöglich schon vor Ort sind, wie gut die logistische Infrastruktur ist oder welche gesetzlichen Vorgaben dein Vorhaben beeinträchtigen oder sogar begünstigen könnten.
Für eine umfassende Marktanalyse solltest du dir vorab unter anderem folgende Fragen stellen:
- Wie sieht der Wettbewerb aus?
- Wie hoch ist die potenzielle Kaufkraft deiner Zielgruppe?
- Welche kulturellen Besonderheiten solltest du beachten?
- Was macht ein gutes Einkaufserlebnis in diesem Markt aus?
- Gibt es gesetzliche Vorgaben, die du einhalten musst?
- Welche Infrastruktur ist vorhanden?
Wichtig ist vor allem, dir jederzeit bewusst zu sein, dass du bereits erfolgreiche umgesetzte Strategien nicht zwangsläufig auf einen neuen Markt übertragen kannst, sondern jede Zielregion eine neue oder zumindest angepasste Strategie erfordert.
So kann Asendia dich und dein Unternehmen unterstützen
Asendia ist dein Experte für internationale E-Commerce- und Versandlösungen in über 200 Destinationen rund um den Globus. Dank unserer weltweiten Vernetzungen und vielen lokalen Partnerschaften können wir dir und deinen Kunden maßgeschneiderte Logistiklösungen anbieten. Darüber hinaus hilft Asendia seinen Kunden mit smarter Technologie und agiler Logistikkompetenz in allen Bereichen des E-Commerce.
Wir unterstützen dich mit unserem Know-how gerne dabei, international zu skalieren und deinen Kunden überall auf der Welt ein perfektes Versanderlebnis zu bieten – kontaktiere unsere Experten für eine umfassende Beratung!

