Das sind die wichtigsten E-Commerce-Begriffe

17 Mai, 2024

Wer im E-Commerce unterwegs ist, wird mit vielen Fachbegriffen konfrontiert, deren Bedeutung sich nicht immer auf den ersten Blick erschließt.

Gerade Neueinsteiger im Onlinehandel können schnell überfordert wirken, wenn sie mit Begriffen aus dem Fachjargon des E-Commerce zu tun haben. Daher möchten wir in diesem Asendia Insights Blogbeitrag die wichtigsten und häufigsten E-Commerce-Begriffe vorstellen und erklären.

Übrigens: Alle Begriffe, die vor allem in der E-Commerce-Logistik eine Rolle spielen, erklären wir übersichtlich und leichtverständlich in unseren Logistik-Glossar.

 

E-Commerce-Begriffe aus dem Onlinemarketing

Customer Journey
Die Customer Journey (Deutsch: Kundenreise) beschreibt alle Etappen, die ein Kunde vor, während und nach dem Kauf eines Produktes durchläuft. In der Regel beginnt die Customer Journey mit dem Einholen von Informationen über das gewünschte Produkt (erste Phase) und führt dann zum ersten Kontakt mit einer Marke oder einem Unternehmen, das dieses Produkt anbietet (zweite Phase). Kommt es zum Kauf (dritte Phase), beginnt die Phase des Kundenservice und Supports, in der der Kunde hoffentlich das Gefühl bekommt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben (vierte Phase). In der fünften und letzten Phase geht es schließlich um die Kundenbindung: Der Kunde empfiehlt das Produkt oder das Unternehmen im Optimalfall weiter und kauft künftig erneut ein.

Multichannel, Crosschannel und Omnichannel
Bietet ein Unternehmen mehrere, nebeneinander laufende Vertriebskanäle an, die untereinander nicht verknüpft sind, spricht man von Multichannel. Ein Kunde könnte hier also etwa ein Produkt stationär oder online kaufen, beide Wege bieten ihm im Multichannel aber keinerlei Informationsaustausch untereinander.

Sind die verschiedenen Vertriebskanäle untereinander verbunden und der Kaufprozess findet kanalübergreifend statt, spricht man von Crosschannel. So könnte ein Kunde beispielsweise online Informationen zu seinem Wunschprodukt einholen, dieses aber anschließend im Ladengeschäft desselben Unternehmens kaufen.

Omnichannel führt den Crosschannel-Begriff noch etwas weiter und beschreibt die Möglichkeit, alle Informationen über alle Vertriebskanäle hinweg stets zur Verfügung zu stellen und diese damit komplett miteinander zu verknüpfen.

Bounce Rate
Die Bounce Rate (Deutsch: Absprungrate) gibt den prozentualen Anteil der Websitebesucher wider, die nur einen Seitenaufruf generieren. Diese Besucher verlassen also die Website, ohne eine weitere Aktion ausgeführt zu haben, also etwa den Klick auf einen Link oder Downloadbutton.

Content-Marketing
Marketingform, die die Reichweite einer Marke oder eines Produktes durch die Veröffentlichung von Inhalten steigern will. Diese Inhalte können beratender oder unterhaltender Natur sein und sollen potenzielle Kunden auf die Marke oder das Produkt aufmerksam machen. Im Gegensatz zur klassischen Werbung geht es im Content-Marketing nicht in erster Linie darum, das Unternehmen oder ein spezielles Produkt besonders positiv darzustellen; vielmehr soll durch für die Kunden relevante Inhalte die eigene Position als Experte mit besonderem Know-how hervorgehoben werden. In der Regel wird Content-Marketing über PR (Medienmitteilungen), Blogs und E-Books, Newsletter und Social Media betrieben.

Checkout
Abschluss des Kauf- und Zahlungsvorgangs im Onlinehandel. Beim Checkout werden noch einmal alle relevanten Informationen zur Bestellung zusammengefasst, bevor Versand- und Zahlungsart sowie Rechnungs- und Versandadresse angegeben werden. Der Checkout stellt also den Gang zur virtuellen Kasse dar.

Lead
Ein Lead ist ein sogenannter qualifizierter Kontakt eines Unternehmens mit einem Interessenten und damit mit einem potenziellen Kunden. Nicht alle Leads sind qualitativ gleichwertig, da etwa die Korrektheit der angegebenen Daten oder das Interesse des Kunden schwanken kann. Gibt beispielsweise ein Besucher Ihrer Website seine Daten nur deswegen an, um sich ein E-Book herunterladen zu können, (und sind diese Daten dann auch noch falsch), ist davon auszugehen, dass er kein wirkliches Interesse an Ihrem Unternehmen hat.

Ein wichtiger Aspekt der Leadgenerierung besteht daher darin, eine hohe Qualität zu erreichen und Maßnahmen zu ergreifen, um die Datensätze von minderwertigen Leads zu bereinigen. Da solche Datensätze im E-Commerce in der Regel digital vorliegen, können sie automatisch überprüft werden.

Conversion
Conversions dienen dazu, den Erfolg von Marketingmaßnahmen zu bewerten. In der Regel versteht man unter einer Conversion die Umwandlung eines Interessenten in einen Kunden, also den Kaufabschluss im E-Commerce. Je nach Zieldefinition kann eine Conversion aber auch die Registrierung für Ihren Newsletter oder der Download eines E-Books sein – im Grunde also alles, was Sie vorher als Ziel angegeben haben.

Search Engine Advertising (SEA)
Zu Deutsch: Suchmaschinenwerbung. Darunter versteht man Anzeigen, die bei Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo! geschaltet und dort in den Ergebnisseiten platziert werden. Die Anzeigen werden mit bestimmten Keywords verknüpft – sucht ein User nach einem bestimmten Begriff, wird die entsprechende Anzeige oberhalb der normalen, organischen Suchergebnisse ausgespielt.

Search Engine Optimization (SEO)
Suchmaschinenoptimierung; sie beschreibt verschiedene Techniken und Maßnahmen, die Inhalte einer Website qualitativ so hochwertig zu gestalten, dass die Seite in der Google-Suche für bestimmte Keywords hoch "gerankt" wird, also eine gute Platzierung erlangt. Das Ziel? Mehr Aufmerksamkeit erlangen.

Google ist in Europa die Abstand wichtigste Suchmaschine und hat eine Reihe von Rankingfaktoren, die beeinflussen, wie hoch eine Website in der Suche positioniert wird. Neben hochwertigem Content sind vor allem eine gute Webseitenstruktur, Usability und qualitative Backlinks wichtig.

Landing-Page
Eine speziell eingerichtete Zielseite, auf die ein Nutzer nach dem Klick auf eine Anzeige oder ein Suchergebnis weitergeleitet wird. Ziel der Landing-Page ist es, eine Conversion zu erzielen.

 

E-Commerce-Begriffe aus der Logistik

Click & Collect
Versandmethode im E-Commerce, bei der der Kunde die online bestellte Ware (Click) im Ladengeschäft abholen (Collect) kann, anstatt sie sich zuschicken zu lassen.

Fulfillment
Unter Fulfillment versteht man die gesamte Auftragsabwicklung im E-Commerce, darunter etwa Auftragsannahme, Lagerung, Verpackung, Kommissionierung und Versand. Weitere Informationen zum Fulfillment finden Sie in unserem Glossar.

Retoure
Eine Retoure ist die Rücksendung eines Produktes aufgrund von Mängeln, Nichtgefallen oder anderen Gründen. Sie führt nicht zum Kauf, verursacht durch den Versand und die notwendige Überprüfung der retournierten Ware aber erhebliche Kosten. Nicht jede Retoure wird anschließend wieder verkauft (weil sie beispielsweise beschädigt ist).

Verzollung
Auch Zollabfertigung. Diese wird bei Ein- und Ausfuhr an der jeweiligen Zollgrenze, etwa der EU-Außengrenze, vorgenommen. Asendia bietet Ihnen maßgeschneiderte Verzollungslösungen für den internationalen E-Commerce an!
Weitere allgemeine E-Commerce-Begriffe, die Sie kennen sollten

B2C (Business-to-Consumer)
B2C steht für Geschäfts- und Kommunikationsbeziehungen (Produkte, Dienstleistungen) zwischen einem Unternehmen und einem Konsumenten / einer Privatperson.

B2B (Business-to-Business)
B2B steht für Geschäfts- und Kommunikationsbeziehungen (Produkte, Dienstleistungen) zwischen zwei oder mehr Unternehmen wie Einzelhändlern, Herstellern, Importeuren oder Großhändlern.

KPIs (Key Performance Indicators)
Betriebswirtschaftliche Kennzahlen, die den Erfolg oder Misserfolg verschiedener Maßnahmen im Unternehmen messen. Welche solcher KPIs ein Unternehmen zur Leistungsbewertung heranzieht, ist ihm selbst überlassen. Im E-Commerce typische KPIs sind beispielsweise die Conversion Rate, der durchschnittliche Bestellwert oder die Customer Lifetime Value.

Payment-Service-Provider (PSP)
Auch Zahlungsdienstleister. PSP sorgen dafür, dass Onlinehändler Zahlungen bequem und sicher abwickeln können.  Die Wahl des Zahlungsdienstleisters und damit auch die Entscheidung für oder gegen bestimmte Zahlungsarten spielt für Onlinehändler eine große Rolle, da die angebotenen Zahlungsmethoden einen erheblichen Einfluss auf die Kaufentscheidung der Kunden haben. Mehr lesen Sie in unserem Blog Die beliebtesten Zahlungsmethoden im Onlinehandel.

Responsive Design
Anpassung einer Webseite an die Bildschirmgröße eines Endgerätes mit dem Ziel, die Usability zu verbessern. Das Responsive Design sorgt dafür, dass der Inhalt einer Internetseite unabhängig vom verwendeten Endgerät stets übersichtlich und benutzerfreundlich dargestellt wird – dadurch wird die Seite also beispielsweise sowohl auf dem großen Monitor eines Desktop-PCs als auch auf dem Display eines Smartphones problemlos angezeigt.

CRM - Customer Relationship Management
Teil eines strategischen Ansatzes, mit dem Unternehmen die Interaktion mit Kunden planen, steuern und durchführen, siehe auch CRM.

M-Commerce
Abkürzung für Mobile Commerce, einem Teilbereich des E-Commerce, der alle Transaktionen über mobile Endgeräte (Smartphones, Tablets) beinhaltet.

Wertschöpfungskette
Die Wertschöpfungskette beschreibt alle Phasen eines Produktes (oder einer Dienstleistung) vom Rohstoff bis zur Verwendung.

Warenwirtschaftssystem
Software, die den reibungslosen Ablauf aller Handelsprozesse in einem Unternehmen steuert und Warenströme abbildet, um logistische und organisatorische Prozesse zu unterstützen.

 

Viele weitere Begriffe finden Sie in unserem Logistik-Glossar.

 

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