Asendia.de Deutschland verwendet Cookies zur bestmöglichen Präsentation der Postdienstleistungen. Wenn Sie auf asendia.de weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Ich stimme zu.
Direct Marketing » Trends, Tipps & Fakten | 20.11.2014

Print-Katalog angesagt wie nie

 

Schon häufig wurde die Frage gestellt, ob die Tage des Print-Katalogs gezählt sind und wir uns auf dem Weg zu einer papierlosen Gesellschaft befinden. Das ist jedoch nicht der Fall. Der Print-Katalog ist angesagt wie nie.

Jeder weiß, dass Verbraucher immer häufiger online einkaufen – das bedeutet aber nicht, dass klassische Marketing-Kataloge mit dem Online-Shopping nicht kompatibel sind. Eine Erklärung der amerikanischen Postgesellschaft PostNet aus dem Jahr 2013 prognostiziert für die nächsten drei Jahre ein Wachstum von 2 - 3 % für den kommerziellen Druckmarkt in den USA – vermutlich, weil Marketingfachleute erkannt haben, wie gut die Kataloge den Online-Handel ergänzen können. Ähnlich gaben 2012 zwei von zehn Verbrauchern in Skandinavien an, sich vor dem Einkauf in Katalogen zu informieren1.

Print ist nicht tot, sondern neu geboren

Beispiele zeigen, wie Kataloge – als Teil sorgfältig orchestrierter „moderner“ Multichannel-Marketingkampagnen – zum Zeitpunkt der Katalog-Auslieferung zu „Umsatzspitzen“ auf den Websites führen. Aus demselben Grund sieht man auch Online-Giganten wie Amazon, Zappos und Asos2 vor Weihnachten Print-Kataloge veröffentlichen, weil auch sie um den Wert eines hochwertigen Katalogs wissen. Auf ähnliche Weise ergab die jährliche Umfrage zu Online-Weihnachtseinkäufen in den USA von Baynote 2012, dass Papierkataloge 81,9 % mehr Einkäufe im Geschäft und 42,9 % mehr Online-Einkäufe bewirken konnten als Facebook-Werbung3.

Einfach ausgedrückt steigern Print-Kataloge den Online-Umsatz. Eine 2012 von FGI Research für die American Catalog Mailers Association durchgeführte Studie ergab, dass 58 % der mehr als 800 Teilnehmer Kataloge durchsehen, sobald sie diese erhalten. 92 % gaben an, aus den Katalogen zu bestellen4.

Die gedruckte Seite als Ausgangsbasis

Kataloge haben aufgrund ihrer greifbaren, physischen Präsenz im Haus einen weiteren Vorteil. Gut gemachte und für den Leser relevante Kataloge verbleiben oft über Wochen im Haus – sie benötigen keinen Internetzugang, sind transportabel und sehr flexibel in der Handhabung, sodass der Verbraucher sie genau so verwenden kann, wie es für ihn am bequemsten ist.

Aufgrund der Entwicklungen der letzten Jahre sind Offline-Kataloge jedoch heute enger mit dem Online-Erlebnis verbunden als je zuvor. Der IKEA-Katalog 2014 – die 63. Ausgabe eines der weltweit am häufigsten gelesenen Kataloge – wurde beispielsweise mit Augmented Reality-Features aufgepeppt. Mit dem Download einer App für den Katalog 2014 erhalten die Verbraucher Zugriff auf zusätzliche Inhalte, Bilder und Videos.

Die Synergie von Print-Katalog und modernen Online-Möglichkeiten zeigt, dass der Katalog auf keinen Fall tot ist. Er hat sich lediglich von dem eigenständigen, massenproduzierten, unadressierten Instrument des Direktvertriebs von einst zu einem modernen Verkaufsmittel weiterentwickelt.