Herausforderungen beim Versand in die Schweiz

26 Oktober, 2018

Unternehmen, die neue Kunden suchen und in einen anderen Markt expandieren möchten, werden in der Schweiz eine Fülle von Möglichkeiten vorfinden.

Die gut entwickelte Wirtschaft der Schweiz hat beispielsweise starke Verbindungen zu Großbritannien und der bilaterale Handel zwischen den beiden Ländern beläuft sich bereits jetzt auf über 31,9 Mrd. Pfund pro Jahr. Allerdings ist der Zugang zu diesem spannenden Markt nicht ganz einfach. Es müssen zuerst einige der typischen Herausforderungen überwunden werden, mit denen sich Unternehmen beim Versand von Paketen in die Schweiz konfrontiert sehen.

Exporte in die Schweiz

Seit langem verfügt die Schweiz über eine stabile Wirtschaft mit positiven Wachstumsprognosen und vielen positiven Beziehungen. Die zentrale Lage des Landes, das einfache regulatorische und rechtliche Umfeld und die niedrige Mehrwertsteuer ziehen viele ausländische Onlinehändler an. Auch die hohe Kaufkraft und die Offenheit gegenüber ausländischen Marken tragen zur Attraktivität des Schweizer Marktes bei. Zudem verfügen die Schweizer Verbraucher über Europas höchstes Pro-Kopf-Einkommen. Zudem ist es äußerst leicht, mit ihnen zu kommunizieren, da Englisch weit verbreitet ist.

Versand in die Schweiz: Mögliche Herausforderungen für Ihr Unternehmen

  • Nationale Regelungen und Vorschriften. Die Schweiz ist kein Teil der EU. Obwohl viele EU-Vorschriften mit denen der Schweiz übereinstimmen, gibt es spezifische nationale Regelungen. Zu diesen zählt auch die separate Zollverwaltung.
  • Zollabfertigung. Die Schweiz ist eines von nur zwei Ländern weltweit, die Zölle nach Gewicht erheben. Das Gewicht, mit dem die Gebühren berechnet werden, umfasst sowohl das Gewicht des Produktes als auch das der Verpackung.
  • Währung. Die Mehrheit der Schweizer bezahlt am liebsten in der eigenen regionalen Währung, also in Schweizer Franken.
  • Versandkosten. Obwohl es die Verbraucher aus der Schweiz gewohnt sind, für den Versand zu bezahlen, sollten die Versandkosten geringgehalten werden. Zusätzlich bieten immer mehr Onlinehändler kostenlose Retouren an, was die Erwartungen der Kunden maßgeblich beeinflusst.

Wie man am besten mit diesen Herausforderungen umgeht

  • Die Schweiz verwendet das harmonisierte Zollsystem, das spezifische Codierungen nutzt (HS-Codes), um Sendungen für die Zollabwicklung zu klassifizieren. Stellen Sie sicher, dass Sie den richtigen HS-Code angeben und Daten wie das Paketgewicht und eine Inhaltsbeschreibung bereitstellen. So verläuft die Zollabwicklung schnell und reibungslos. Erwähnenswert ist auch, dass die Schweiz Waren aus der EU bevorzugt behandelt, obwohl sie selbst kein Mitgliedsstaat ist.
  • Es ist wichtig, zu verstehen, wie sich die Zolltarife zusammensetzen. Die Werte variieren nämlich je nach Artikel: Sportsschuhe werden zum Beispiel mit einer Gebühr von 206,00 CHF pro 100 kg belegt. Einige Länder werden bevorzugt und erhalten niedrigere Zölle. Andererseits gibt es aber auch Produkte, die mit höheren Zöllen als üblich berechnet werden. Generell werden Zollabgaben von 5 CHF oder weniger nicht erhoben, was eine gute Gelegenheit darstellt, Gebühren für die Einfuhr in die Schweiz zu sparen.
  • Bieten Sie transparente Zahlungsoptionen an. Unabhängig davon, ob Sie Schweizer Franken als Zahlungsmittel anbieten möchten oder nicht, sollten Sie stets darauf achten, die Kosten für Ihre Kunden transparent zu halten. Versandkosten und Zollgebühren sollten daher schon vor dem Kaufabschluss anschaulich aufgelistet sein.
  • Viele Onlinehändler, die in die Schweiz liefern, berechnen bis zu 8 CHF für den Versand, bieten allerdings kostenlose Retouren an. Es ist also wichtig, die Kosten für Rücksendungen gering zu halten, um keine Kunden zu verlieren.

Wie bei vielen weiteren Zielländern auch, bringt der Versand in die Schweiz besondere Herausforderungen mit sich. Wenn Sie jedoch die oben genannten Aspekte berücksichtigen, ist Ihr Unternehmen bestens darauf vorbereitet, diese zu überwinden.

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