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E-Commerce » Trends, Tipps & Fakten | 03.12.2013

Online-Weihnachtsgeschäft 2013 boomt

 

Das Weihnachtsgeschäft 2013 wird über dem des Vorjahres liegen, wobei das Gesamt-Umsatzplus durch ein zusätzlich wachsendes Online-Geschäft besonders verstärkt werden wird. Der anhaltende Wachstumstrend beim Online-Weihnachtsshopping kann dabei kaum überraschen.

Süßer die Kassen nie klingeln – dies bewahrheitet sich in diesem Jahr für Online-Händler in ganz Europa. Das diesjährige Online-Weihnachtsgeschäft hat gegenüber dem Vorjahr deutlich zugelegt: Ein Fünftel aller Verbraucher wird voraussichtlich den Großteil seiner Weihnachtseinkäufe 2013 im Internet tätigen [1]. Zwar verzeichnet das Weihnachtsgeschäft 2013 in Ländern wie Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden gegenüber 2012 mit Zuwächsen zwischen 0,9 und 3,0 Prozent auch insgesamt eine Steigerung. Im Vergleich dazu erlebt das Online-Geschäft jedoch einen regelrechten Boom.

Dieser Trend wird besonders deutlich in Großbritannien – dem führenden Online-Markt Europas –, wo in den Tagen bis zum Fest Online-Umsätze in einer Rekordhöhe von 12,9 Milliarden Euro erwartet werden[2], – ein Plus von mehr als 15 Prozent [3] gegenüber 2012. Dasselbe Muster zeigt sich auch in anderen europäischen Ländern. Beispiel Dänemark: Hier rechnen Prognosen für dieses Jahr mit einer eindrucksvollen Umsatzsteigerung des Online-Handels in Höhe von 33 Prozent (von 121 Millionen Euro in 2012 auf 161 Millionen Euro im aktuellen Jahr)[4]. 

„Das Online-Weihnachtsgeschäft hat gegenüber dem Vorjahr deutlich zugelegt: Ein Fünftel aller Verbraucher wird voraussichtlich den Großteil seiner Weihnachtseinkäufe 2013 im Internet tätigen.“

Auch Manuel Bonnin, Asendia-Experte für internationalen Versandhandel, kennt diese eindrucksvollen Zahlen. Sein Kommentar: „Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass der Anteil des Online-Handels am Weihnachtsgeschäft in den nächsten Jahren weiter wachsen wird. Daneben werden sich aber höchstwahrscheinlich auch die Einkaufsmuster weiterentwickeln. Beispielsweise ist mit einer deutlichen Steigerung der grenzüberschreitenden Online-Umsätze zu rechnen, weil die Verbraucher sich auf der Suche nach einer breiteren Produktauswahl zunehmend auch im Ausland umsehen werden. Dies wird den Lieferketten und Lieferlösungen der Online-Händler noch Einiges abverlangen“, so Bonnin.

Umsatzspitzen in vielen europäischen Ländern Anfang Dezember
Mit dem wachsenden Anteil der Online-Weihnachtseinkäufer nehmen entsprechend auch die Summen zu, die im Internet ausgegeben werden. Nach einer Studie von Adobe aus dem Monat November 2013 gibt der durchschnittliche Online-Besteller in Großbritannien ca. 480 Euro aus, dicht gefolgt von den deutschen und französischen Verbrauchern mit durchschnittlich jeweils 300 Euro[5].

Allgemein weist die Umsatzkurve der Online-Einkäufe in den Wochen vor Weihnachten nach oben. Prognosen zufolge wird der Online-Umsatz im Weihnachtsgeschäft um das 1,42-Fache über dem Durchschnitt des Jahres 2013 liegen. Nach derselben Adobe-Studie wird der jeweils umsatzstärkste Geschäftstag in den Ländern Europas auf unterschiedliche Kalenderdaten fallen. Im europäischen Gesamtbild jedoch – wie auch in den meisten einzelnen Ländern – wird es der 9. Dezember sein[5]. Für diesen Tag erwartet die Studie einen 2,74-mal höheren Online-Umsatz als im Jahresdurchschnitt 2013.

Bei Betrachtung ausgewählter europäischer Länder ist interessanterweise Frankreich das einzige Land, in dem der umsatzstärkste Tag erst nach Weihnachten liegen wird, nämlich zu Beginn des Winterschlussverkaufs. Nach den Worten von Manuel Bonnin könnte der sich in Frankreich abzeichnende Trend in den nächsten Jahren auch auf andere europäische Märkte überschwappen: „Es ist bereits seit Langem üblich, dass im Nach-Weihnachtsgeschäft Scharen von Verbrauchern Geschenke umtauschen sowie den Winterschlussverkauf und andere Gelegenheiten für Schnäppchenkäufe nutzen – bisher allerdings in den Ladengeschäften. Auch dieses Phänomen könnte sich jedoch in Zukunft ins Internet verlagern, wenn die Online-Händler Rückgabeverfahren entwickeln, die den Verbrauchern in größerem Umfang als bisher dieselben Möglichkeiten bieten wie der Offline-Handel, die Online-Anbieter dabei aber weiterhin mit einer größeren Auswahl oder günstigeren Preisen punkten können“, so Bonnin.

[1] 4-traders.com (2013), Rise in online Christmas shopping sales predicted as in-store sales set to fall
[2] Theguardian.com (2013), UK retailers ready for record online sales this Christmas
[3] 4-traders.com (2013), Rise in online Christmas shopping sales predicted as in-store sales set to fall
[4] FDIH.dk (2013), Julehandlen på nettet sætter rekord – igen!
[5] Blogs.adobe.com (2013), Online shoppers turning to mobile, Social during the Christmas season

Umsatzstärkster Tag im Weihnachtsgeschäft 2013 [5]

Deutschland: 8. Dezember, Online-Umsatz 3,03 Mal höher als der Online-Tagesdurchschnitt
Skandinavien: 9. Dezember, Online-Umsatz 3,63 Mal höher als der Online-Tagesdurchschnitt
Niederlande: 16. Dezember, Online-Umsatz 1,74 Mal höher als der Online-Tagesdurchschnitt
Frankreich: 8. Januar, Online-Umsatz 2,45 Mal höher als der Online-Tagesdurchschnitt

 

Über Manuel Bonnin
Manuel Bonnin ist Head of Industry in Distance Selling, E-Commerce bei Asendia. Er ist Experte im internationalen Distanzhandel und er kennt sich in der schnelllebigen Zeit des E-Commerce bestens aus.