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E-Commerce » Tipps & Fakten, Länder Fokus, Best Practice | 28.05.2013

Mit Onlineshops neue Märkte erschliessen

 

Überall und jederzeit einkaufen, das wünschen sich immer mehr Kundinnen und Kunden. Asendia im Gespräch mit E-Commerce Experte Thomas Lang, Geschäftsführer der Carpathia Consulting GmbH.

Mit Onlineshops erreichen Unternehmen neue Zielgruppen. Auch ausländische Märkte lassen sich dank dem attraktiven Vertriebskanal erschliessen. "Jedes Unternehmen mit wettbewerbsfähigen Produkten, die sich problemlos vertreiben lassen, sollte den Einstieg in den E-Commerce prüfen", sagt Thomas Lang. Nicht zuletzt auch, weil Onlineshops einem zunehmenden Kundenbedürfnis entsprechen. "Händler müssen dies berücksichtigen, wenn sie ihre bestehende Kunden nicht verlieren wollen."

Vertrauen ist wichtig

Der heutige Kunde möchte immer und überall einkaufen. Welchen Onlineshop er letztlich wählt, hängt vom Sortiment, vom Preis, von der Serviceleistung und vor allem vom Vertrauen ab. "Es ist wichtig, die Kundenbedürfnisse zu kennen und den Onlineshop entsprechend zu gestalten", erklärt Lang. "Die Zielgruppe muss innert wenigen Sekunden erkennen, welchen Mehrwert der Shop bietet und das Gefühl haben, hier richtig zu sein." Eine Standardlösung gebe es nicht. "Das wäre ja auch langweilig", so der E-Commerce-Experte. Aber ein Erfolgsrezept gibt es dennoch: "Ein erfolgreicher Onlineshop ist klar und übersichtlich gestaltet."

"Welchen Onlineshop er letztlich wählt, hängt vom Sortiment, vom Preis, von der Serviceleistung und vor allem vom Vertrauen ab."

Der Onlinehandel funktioniert anders

Wer in den E-Commerce einsteigen möchte, darf gemäss Lang nicht vergessen, dass der Onlinehandel eine komplett andere Art von Handel ist. "Hier spielen Preistransparenz und Multiplikatoren wie Suchmaschinen eine zentrale Rolle." Zudem sei die Einführung eines Onlineshops nicht nur mit entsprechenden Investitionen sondern auch mit kulturellen und organisatorischen Veränderungen im Unternehmen verbunden. "Wer sich aber bewusst dafür entscheidet und das Geschäft seriös betreibt, kann von einem rascheren Wachstum und von Skaleneffekten profitieren."

Landesspezifische Eigenheiten

Wer international tätig ist, darf die logistischen Herausforderungen und die rechtlichen Aspekte nicht unterschätzen. "Jeder Onlinehändler, der ins Ausland verkauft, muss sich mit den Verbraucherschutzrechten der jeweiligen Zielländer auseinandersetzen", erklärt Lang. "Landesspezifische Regelungen, lassen sich auch nicht über die AGB wegbedingen." Bei rechtlichen Fragen lohnt es sich daher auf jedem Fall, einen spezialisierten Anwalt hinzuzuziehen. Ausserdem müssen kulturelle Eigenheiten berücksichtigt werden. "In Frankreich sind beispielsweise stationäre Abholstationen Pflicht", weiss der Profi. Und auch die Zahlungsmittel unterscheiden sich von Land zu Land. Eine eingehende Auseinandersetzung mit den Zielmärkten ist also Voraussetzung für den internationalen E-Commerce.

Ein bisschen Werbung muss sein

Wer in den internationalen E-Commerce einsteigt, muss auf sich aufmerksam machen. Das kann sowohl über klassische Kommunikationsinstrumente wie das Mailing als auch über Online-Marketing geschehen. "Besonders attraktiv sind Preisvergleichsportale und Suchmaschinen." Bei letzteren sei besonders viel Wert darauf zu legen, dass man die Sprache des Landes spricht. Und damit meint Lang nicht nur die Sprache, sondern auch die Tonalität und die Formalität. "In Deutschland wird die Währung im Onlineshop zum Beispiel immer hinter dem Preis geschrieben, in der Schweiz davor. Auch verwenden wir unterschiedliche Bezeichnungen für dieselben Dinge." Solche Nuancen spielen eine entscheidende Rolle. Mehr über die vielfältigen Hürden bei der Internationalisierung im E-Commerce.

 

Über Thomas Lang
Thomas Lang ist Publizist, Referent und Geschäftsführer der Carpathia Consulting GmbH. www.carpathia.ch