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Press&Publishing » Trends, Tipps & Fakten | 23.05.2014

Verlage suchen nach neuen Strategien

 

Seit Jahren schien die Zukunft der Printmagazine aufgrund der zunehmenden Bedeutung des Internets in den Sternen zu stehen. Doch die Verlage überdenken ihr Printangebot auch im digitalen Zeitalter…

Das Motto lautet Multichannel

Das Multichannel-Erlebnis ist eine entscheidende Strategie für Verlage. Da die Leser Inhalte zunehmend auf ganz unterschiedliche Weise konsumieren, kann man beobachten, dass die Umstellung auf eine rein digitale Version für Printpublikationen kein erfolgreiches Modell ist. Publishing-Experte Thad McIlroy erklärt das so: „Nur wenige Herausgeber von Magazinen könnten den Verlust der Anzeigeneinnahmen überleben, sollten sie ihre Printversionen komplett einstellen.“1  Und nachdem Websites und Online-Magazine immer häufiger auch in Druck gehen, ist es für viele Verlage von entscheidender Bedeutung, ihre Inhalte sowohl online als auch offline anzubieten.

Zwar waren sinkende Anzeigeneinnahmen immer die große Angst der Printmedien, doch konnte die digitale Anzeigenwerbung insgesamt das Niveau der Printanzeigen gar nicht erreichen, was den Printmedien immer noch einen Vorteil vor den digitalen Medien verschafft. Viele Verlage denken daher sehr sorgfältig über die Werbekunden nach, für die sie besonders attraktiv sind – schließlich sollte die Werbung eines Magazins ebenso zielgerichtet sein wie der Rest seines Inhalts.

Inhalt ist alles

Jede Publikation sollte sein Zielpublikum im Auge behalten, und viele erfolgreiche Herausgeber liefern unterschiedliche (nicht selten auch ergänzende) Inhalte für verschiedene Plattformen, beispielsweise lange, formale Artikel für ihre Printmagazine und kürzere Artikel mit interaktivem und leicht zu teilendem Inhalt für ihre Online-Versionen. Zudem kann es erforderlich sein, Inhalte an die jeweiligen demografischen Gegebenheiten einer Plattform anzupassen. Das gilt sowohl für Printmedien als auch für Desktop, Tablet oder Smartphone. Am wichtigsten ist jedoch, dass die Inhalte hochwertig und für den Leser relevant sind – ein gutes Beispiel dafür ist die Zeitschrift The Economist2 , die dem „digitalen“ Sturm erfolgreich trotzen konnte, weil sie sich auf internationale und politische Themen konzentrierte, die in unserer Zeit der „Globalisierung“ extrem wichtig sind.

„Am wichtigsten ist, dass die Inhalte hochwertig und für den Leser relevant sind …“

Die finanzielle Seite

Neben der Anpassung ihrer Anzeigenmodelle setzen Herausgeber von Printmedien auch zunehmend auf Abonnements als Möglichkeit, ihre Publikationen finanziell am Leben zu halten. Laut Etienne Uzac, Chief Executive von IBT Media, Besitzer des zu neuem Leben erwachten Magazins Newsweek, stammen 90 % der Einnahmen seiner Printversion von neuen Premium-Abonnenten (was möglich war, da das Magazin praktisch wieder bei null anfangen musste).3  Viele andere Herausgeber erweitern ihre Angebote für Premium-Abonnements, um ihre Kosten auszugleichen. Doch auch hier ist die Qualität des Inhalts eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass die Leser sich für ein Abonnement entscheiden.

Ein erheblicher Kostenfaktor für Printpublikationen ist der Fulfillment-Prozess – schließlich müssen die Magazine ja auch bei den Lieferanten und Abonnenten ankommen. Die Herausgeber suchen mittlerweile nach kosteneffizienteren Methoden für Auslieferung und Fulfillment, vor allem auch über Outsourcing.

Hoffnung für die Zukunft

Laut Media Consumer Survey 20134 von Deloitte Consulting geben 75 % der britischen Verbraucher Printmedien immer noch den Vorzug vor Online-Medien oder anderen Versionen ihrer bevorzugten Magazine. Printmedien bieten ein greifbares Produkt für Leser, die nach hochwertigen Inhalten und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis suchen.