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E-Commerce » Trends, Länder Fokus | 07.02.2014

Soziale Medien und ihre (Nicht-)Nutzung in Schweden

 

Die schwedische Onlinhandelsbranche wächst wie noch nie und schwedische Onlinhandels-Unternehmen gelten im EU-Markt als führend. Der grenzüberschreitende Handel ist auf dem Weg, der nächste schwedische Exportschlager zu werden. Umso mehr verwundert es da, dass die Verbindung zwischen Online-Shopping und den sozialen Netzwerken in Schweden bisher relativ schwach ausgeprägt ist.


Soziale Medien und ihre (Nicht-)Nutzung

Im Herbst 2013 führte Asendia eine interessante Umfrage zu den Aktivitäten von Online-Shoppern in sozialen Medien durch. Wir wissen ja bereits, dass es einen engen Zusammenhang zwischen Facebook und Kaufimpulsen gibt. Von den Verbrauchern, die online einkaufen, nutzen 40 % tagtäglich soziale Medien; 80 % von diesen wiederum gaben an, sich hierdurch in ihrem Kaufverhalten beeinflussen zu lassen.

Bei der Untersuchung von 45 schwedischen Onlinehandels-Firmen mussten wir feststellen, dass nicht einmal 50 % dieser Unternehmen befriedigend in den sozialen Medien vertreten waren:
- 29 Firmen auf Facebook
- 7 Firmen auf Google+
- 25 Firmen auf Twitter
- 10 Firmen auf LinkedIn
- 13 Firmen unterhielten einen Blog

Der Einfluss persönlicher Empfehlungen

Die Empfehlungen, die Verbraucher einander geben, sind für das moderne Marketing von zentraler Bedeutung. Viele der neuen Marken, die jünger als zehn Jahre sind, stellen ihr gesamtes Kommunikationskonzept auf Mundpropaganda ab. Der Umfrage von Nielsen Global Trust zufolge ist die Empfehlung eines Menschen, den ich kenne, immer noch der entscheidende Faktor für den Kauf. Von allen Befragten vertrauten 92 % hierauf am stärksten.

Die Konsequenz für Onlinehandels Unternehmen aus dieser Erkenntnis lautet, dass sie soziale Medien offensiver nutzen sollten, um ihre Produkte stärker ins Gespräch zu bringen. Das grundlegende Mittel sollte dabei für alle Anbieter sein, dass sie ihren zufriedenen Kunden Argumente und Werkzeuge an die Hand geben, um Empfehlungen auszusprechen.

„Der Umfrage von Nielsen Global Trust zufolge ist die Empfehlung eines Menschen, den ich kenne, immer noch der entscheidende Faktor für den Kauf.“

Man spricht über Sie!

Sinn und Zweck sozialer Medien ist es nicht nur, Erfahrungen auszutauschen. Wenn Sie die verschiedenen Kanäle der sozialen Medien richtig und umfassend in ihre Strategie einbauen, erhöhen Sie das Markenbewusstsein und schaffen die Basis für einen intensiveren Dialog zwischen sich und den Kunden. Über soziale Medien erhalten Sie zwar manchmal auch Rückmeldungen zu ihrem bisherigen Auftritt, die entmutigend sein können. Aber solches Feedback hilft Ihnen bei der Entwicklung Ihrer Produkte und Dienstleistungen.

Gewinner ist, wer die meisten Suchtreffer hat

Dem bisher Gesagten ist hinzuzufügen, dass Sie durch eine erhöhte Präsenz in verschiedenen Kanälen auch mehr Treffer durch Suchmaschinen generieren. Beispielsweise gibt es einen engen Zusammenhang zwischen Google und Google+. Ein eigener Auftritt auf Google+ kann eine preisgünstige Form der Suchmaschinenoptimierung sein. Und vergessen Sie nicht die Online-Enzyklopädie Wikipedia – sie ist einfach, kostet nicht viel und bringt viele Treffer.

Content Marketing ist mittlerweile ein gern benutztes Schlagwort im Marketing, hinter dem sich aber eigentlich nur einige simple Regeln verbergen: Erstellen Sie faszinierenden Content auf dem Gebiet, für das Sie Experte sind – verbreiten Sie ihn im Netz und warten Sie dann, bis die Verbraucher von ganz allein zu Ihnen kommen!

Zur Person

Thomas Sjölin ist  CEO von Asendia Nordic und Asendia Netherlands.