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Modeartikel stehen derzeit an der Spitze der grenzüberschreitenden Online-Einkäufe
E-Commerce » Best Practice | 12.08.2015

Was uns die Modegiganten lehren können

 

Modeartikel stehen derzeit an der Spitze der grenzüberschreitenden Online-Einkäufe, denn die Verbraucher sind immer auf der Suche nach den neuesten Marken und internationalen Styles. Doch wie können kleinere Einzelhändler mit den großen Erfolgsgeschichten wie ASOS und Zalando mithalten, geschweige denn konkurrieren?

Mode und Schuhe sind die am meist verkauften Artikel im grenzüberschreitenden Online-Handel

In vielen Ländern wie Deutschland und Norwegen fällt ein Drittel des Gesamtumsatzes im Online-Handel auf die Modebranche. Und sie verzeichnet weiterhin ein starkes Wachstum. Laut des britischen Branchenverbands für Online-Handel IMRG erlebten die Modehändler des Landes von 2009 bis Dezember 2014 ein Wachstum ihres Online-Umsatzes von 296 Prozent.

Auch bei den internationalen Verkäufen ergibt sich ein ähnliches Bild. Googles „Consumer Barometer“ zeigt beispielsweise, dass Mode und Schuhe die am häufigsten verkauften Artikel im grenzüberschreitenden Online-Handel sind – mehr als 30 Prozent der internationalen Käufer in Schweden, der Schweiz und Großbritannien kaufen in diesem Bereich.

Fashion bought in online shops

 
Das Problem der Rücksendungen


Die Modebranche ist aber auch ein sehr stark umkämpfter Sektor und sowohl große als auch kleine Einzelhändler haben mit einem schwierigen Problem zu kämpfen: die Retouren.

Bei all den unterschiedlichen Größen, Farben, Passformen und persönlichen Vorlieben ist es kaum verwunderlich, dass die Rücksendungsraten sehr hoch sind. In Deutschland, Italien und der Schweiz haben sie mittlerweile 40 Prozent erreicht.

Kostenlose Rücksendungen werden immer häufiger vorausgesetzt

Obwohl die Einzelhändler online immer mehr Informationen liefern, um die Zahl der Retouren zu minimieren – darunter genauere Größenangaben und in manchen Fällen sogar virtuelle Anprobemöglichkeiten –, kommt es immer häufiger vor, dass Kunden einen Artikel einfach in zwei Größen bestellen, um eine davon später zurückzuschicken.

Einer der Gründe für diese Vorgehensweise ist die Tatsache, dass Rücksendungen häufig kostenlos angeboten werden. Eingeführt wurde dies vom deutschen Internethändler Zalando, der diese Taktik nutzte, um lokale Wettbewerber in den neuen Märkten, in die er expandierte, aus dem Feld zu schlagen. Schon bald wurde dieser Ansatz von allen großen Anbietern übernommen.

„Kostenlose Retouren sind ein schlagendes Argument“, erklärt David-Alexandre Krupa, Sales Excellence Manager von Asendia. „Sie werden immer häufiger von den Kunden vorausgesetzt. Außerdem wollen die Verbraucher sicher sein, dass die Rücksendung für sie unkompliziert abläuft.“

Er räumt ein, dass dies für größere Einzelhändler einfacher ist, doch auch kleinere Unternehmen können sich einiges von ihren großen Wettbewerbern abschauen. Der britische Einzelhändler Asos hat beispielsweise lokale Lager, um Retouren zu vereinfachen und die entsprechenden Kosten zu senken. Auf ähnliche Weise können auch kleinere Anbieter das Management ihrer Rücksendungen auslagern und so auf lokaler Ebene agieren.

 
Die richtige Nische finden

 
Eigentlich sind internationale Rücksendungen bei Asos nicht kostenlos, aber das Unternehmen hat einen so guten Ruf, dass die Kunden über diese Tatsache eher hinwegsehen. Andere Einzelhändler könnten da allerdings weniger Glück haben, denn laut Krupa ist die Anerkennung in einem neuen Markt die zweite große Herausforderung, mit der Online-Händler zu kämpfen haben.

  • „Da der Sektor so stark umkämpft ist, empfehlen wir Einzelhändlern, eine Nische mit bestimmten Produkten oder Moderichtungen zu finden. Der Wettbewerb über den Preis ist häufig keine Option.“
  • Und eine einfache Lektion, die kleinere Anbieter von den Modegiganten lernen können, ist laut Krupa die Kunst, das Angebot an die verschiedenen Zielmärkte anzupassen. Dazu gehört in vielen Fällen die Entwicklung lokaler Websites in der Landessprache mit lokalen Zahlungs- und Währungsoptionen sowie eine maßgeschneiderte Produktpalette, die an den entsprechenden Vorlieben ausgerichtet ist.

Auch dies könnte für kleinere Unternehmen aufgrund der damit verbundenen Kosten zu einem Problem werden, es gibt jedoch technologische Lösungen, die ihnen bei der Übersetzung und Währungsumrechnung helfen können.

  • „Wenn Einzelhändler dafür nicht die Infrastruktur haben, sind auch Marktplätze eine immer beliebtere Möglichkeit, neue Märkte mit eingeschränkten Produktpaletten auszutesten“, so Krupa.

Natürlich braucht es Mut und Geschick, um den Riesen der Branche Konkurrenz zu machen, aber Einzelhändler jeder Größe haben dabei wesentlich bessere Erfolgschancen, wenn sie sich auf die richtigen Produkte konzentrieren und einen guten Service anbieten.

Weitere Informationen zu den praktischen Lösungen von Asendia erhalten Sie unter ecommerce.asendia.de. 

 

 

Über David-Alexandre Krupa
Als Sales Excellence Manager für Asendia ist David-Alexandre für die Durchführung von Verkaufsschulungen zuständig. Seit 16 Jahren in Postindustrie tätig, arbeitete er in diversen internationalen Versand- und Logistikfirmen. Er spricht mehrere Sprachen darunter fliessend Französisch, Englisch, Spanisch, Italienisch, Schwedisch und Deutsch.