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E-Commerce » Best Practice | 28.01.2015

So kann Betrug in einer Mehrkanalumgebung verhindert werden

 
Einer aktuellen Studie von Worldpay1 zufolge sind 79 % der Online-Händler der Ansicht, dass die Zunahme des Mehrkanalgeschäfts den E-Commerce anfälliger für Betrug macht. Wie können Online-Händler also dieser Herausforderung begegnen und ihr Geschäft und ihre Verbraucher schützen?

Der von Worldpay veröffentlichte Bericht Fragmentation of Fraud besagt, dass 50 % der befragten E-Commerce-Anbieter es „schwierig finden, mit neuen Betrugstrends Schritt zu halten“, während nur 20 % sich als „sehr zuversichtlich in Bezug auf ihre Fähigkeit zum Umgang mit neuen Betrugstrends“ bezeichnen.

Drei Aspekte des Mehrkanal-Wachstums werden als besonders kritisch eingestuft, was das Verhindern von Betrug angeht:

  • 63 % der Online-Händler haben Probleme beim Umgang mit betrügerischen Aktivitäten, die auf spezifische Zahlungsmethoden abzielen, vor allem weil heute eine größere Auswahl an Zahlungsoptionen verfügbar ist, wie zum Beispiel elektronische Geldbörsen und mobile Transaktionen.
  • 70 % der E-Commerce-Anbieter finden es schwierig, mit unterschiedlichen Betrugsarten in verschiedenen Märkten umzugehen – und das, obwohl sie ihre Produkte im Schnitt in 14 Ländern vertreiben.
  • Während die Händler ihre Mehrkanal-Angebote konsolidieren, haben 76 % von ihnen den Eindruck, dass die Nutzung mehrerer Kanäle sie anfälliger für Betrug macht.

Diese grundlegenden Probleme werden noch durch weitere Hindernisse verschärft, die einer wirksamen Strategie für das Betrugsmanagement im Wege stehen, wie zum Beispiel das Fehlen einer spezifischen Betrugsabwehr für die einzelnen Vertriebskanäle sowie ein Mangel an Zeit und Ressourcen.

„Im Durchschnitt können Händler bis zu 2,6 % der Transaktionen wegen Betrugs ablehnen“ – Retail Times2

 

Wie können sich E-Commerce-Händler vor Betrug schützen?

Allein in Großbritannien wird das Betrugsvolumens auf 110 Millionen britischen Pfund geschätzt - dies nur in der ersten Jahreshälfte 20143. Wie können sich E-Commerce-Händler also angesichts dieses Volumens gezielt vor Betrug schützen?

  • Cybersource4 empfiehlt die Verwendung einer spezifischen Software zur Betrugsabwehr in jedem Vertriebskanal, in dem Ihr Unternehmen tätig ist. In seinem Betrugsbericht 2013 gibt Cybersource an, dass 78 % der Händler mit Mobil-Websites noch immer ihre herkömmlichen Tools zur Überprüfung auf Betrugsversuche einsetzen, was sie anfällig für Angriffe macht. Das Unternehmen empfiehlt außerdem, die Betrugsfälle nach Kanal aufgeschlüsselt zu verfolgen, um sich ein klares Bild davon zu machen, wo die Schwachstellen Ihres Geschäfts liegen.

  • Die von Paypers erstellte Untersuchung Web Fraud Prevention, Online Security & Digital Identity Market Guide 2014/20155 bietet ebenfalls Empfehlungen hierzu, unter anderem die Nutzung eines Index zur statistischen Vertrauenswürdigkeit beim Bezahlvorgang, um so potenziell betrügerische Kunden rasch identifizieren zu können. Die Untersuchung rät zudem zur Nutzung etablierter Tools, wie beispielsweise der 3D Secure-Authentifizierung, die alle Risiken an die jeweilige Bank überträgt und so Ihrem Unternehmen die Zahlung garantiert.

  • Wählen Sie eine hochgradig sichere E-Commerce-Plattform und verwenden Sie für jede von Ihnen angebotene Zahlungsmethode ein Prüfverfahren, um so einen zusätzlichen Schutz für Sie und Ihre Kunden zu bieten. Informieren Sie sich dabei, welche Verfahren zur Datenprüfung in den einzelnen Märkten angewandt werden, in denen Sie tätig sind. Unternehmen können sich auch an örtliche Handelsverbände wenden, die Informationen und Tipps zum Umgang mit Betrugsversuchen geben.

Auch wenn Betrug in einer Mehrkanal-Umgebung ein kritisches Problem darstellen kann, können Sie doch durch sorgfältige Vorsichtsmaßnahmen Ihr Unternehmen schützen und das Erlebnis Ihrer Kunden verbessern.