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Beauty and personal care e-commerce sales are growing
E-Commerce » Trends | 15.04.2015

Gesundheits- und Schönheitsprodukte: beste Aussichten für den E-Commerce

 

Käufer von Gesundheits- und Schönheitsprodukten legen Wert auf die Möglichkeit, ein Produkt anzufassen, zu riechen, auszuprobieren und sich dazu beraten zu lassen. Dies hat sich jedoch nicht als Hindernis für den Online-Handel erwiesen, wo diese Kategorie weltweit mittlerweile zu den wachstumsstärksten Segmenten zählt.

2013 nahm der Umsatz mit Beauty- und Körperpflegeprodukten global um 29 Prozent zu. Und liegt damit gemäß Online-Fachportal Statista deutlich vor dem Gesamtwachstum des Einzelhandels von 6 Prozent und sogar noch vor dem 25-prozentigen Wachstum des Bekleidungssektors.

In Großbritannien prognostiziert das Marktforschungsunternehmen Datamonitor der Branche ein Wachstum von über 80 Prozent von 2014 bis 2019.

An anderen Orten der Welt, an denen einheimische Online-Anbieter den Markt weniger gut versorgen, ist der internationale Einkauf im Aufwind. PayPal beziffert das internationale Umsatzvolumen in dieser Kategorie auf 7 Mrd. Euro 2013 – nur der Bekleidungsumsatz fällt mit 11,5 Mrd. Euro noch höher aus. Dabei bieten die Märkte USA, Deutschland und China in diesem Segment das größte Potenzial für ausländische Online-Händler.

Das Potenzial in China wird auch durch die Forschungen des Informationsanbieters Nielsen gestützt. So sei Asien Vorreiter beim Online-Einkauf dieser Artikel ist – vermutlich aufgrund des dort breiteren verfügbaren Produktangebots. In Asien äußerten 43 Prozent der Befragten die Absicht, Kosmetika im Web zu kaufen. Dasselbe gaben nur 21 Prozent in Europa und Nordamerika an.


Keine Warenproben beim Online-Verkauf


Etablierte Markennamen sind eindeutig ein Trumpf im Kampf um verwöhnte Online-Kunden. Doch ebenso wichtige Erfolgsbausteine für ein Marktsegment, in dem traditionell die Devise „erst probieren, dann konsumieren“ gilt, sind inzwischen kostenlose Produktproben, Online-Ratgeber, Erfahrungsberichte anderer Kunden und ähnliche Online-Strategien.

Zwar ist es für grenzüberschreitende Händler nicht immer einfach, auf diesem Gebiet zu punkten. Doch vielleicht ist es gut zu wissen, dass die größte Zielgruppe laut der Studie „Beauty and the E-commerce Beast“ von A. T. Kearney von den „Gewohnheitstieren“ gebildet wird, die im Online-Einkauf einen praktischen Weg sehen, um immer wieder den Vorrat ihrer Lieblingsprodukte aufzufüllen.

Dieselbe Studie weist auch darauf hin, dass die üblichen Anforderungen an den Online-Einkauf – ein sicheres Website-Umfeld, Produktverfügbarkeit, wettbewerbsfähige Preise und kostenloser Versand – einen höheren Stellenwert besitzen als eigens für diese Kategorie ersonnene Online-Strategien.

Bevor ein Händler nun aber überstürzt den Eintritt in neue Märkte plant, sollte er sich im Hinblick auf Einfuhr- und Transportbeschränkungen für bestimmte Waren beraten lassen – etwa für Parfums, die als brennbare Flüssigkeiten klassifiziert werden und in großen Mengen gefährlich sein können.

 
Medikamente online


Wachsender Beliebtheit im Online-Handel erfreuen sich auch Medikamente. Auch hier ist es wichtig, zunächst Rat einzuholen, denn auf unterschiedlichen Märkten müssen unterschiedliche Vorschriften zum Verkauf und zur Bewerbung von Arzneimitteln beachtet werden.

Der Markt für Online-Medikamente wird von US-Firmen beherrscht, die auf ihrem Heimatmarkt weniger Restriktionen ausgesetzt sind. In Europa hingegen beschränkt sich der Verkauf verschreibungspflichtiger Medikamente derzeit auf Skandinavien, Deutschland, Großbritannien, die Niederlande sowie in begrenztem Umfang auch die Schweiz. In Frankreich ist der Arzneimittelverkauf außerhalb von Apotheken erst seit Juli 2013 erlaubt; in Österreich wird eine entsprechende Gesetzesänderung im Juni 2015 in Kraft treten.

  • Deutschland und Großbritannien:
    In Deutschland und Großbritannien, wo Online-Bestellungen an Boden gewinnen, lassen sich die Verbraucher durch Preisrabatte von 51 bzw. 46 Prozent locken, so ein aktueller Bericht der Unternehmensberatung James Dudley Management von 2014 über den Gesundheitsmarkt.

  • Frankreich:
    In Frankreich dagegen ist die Entwicklung in den letzten zwei Jahren langsamer verlaufen. Dennoch ist das Land ein gutes Beispiel für die Chancen, die sich ausländischen Händlern eröffnen. Weniger als zwei Prozent der französischen Apotheken haben sich für die Erlaubnis zum Verkauf von Medikamenten über das Internet registrieren lassen, doch sind laut einer Umfrage von Harris Interactive aus dem Februar 2015 fast 50 Prozent der Franzosen bereit, rezeptfreie Medikamente online zu kaufen.

Eines der größten Wachstumshindernisse in Frankreich – ähnlich wie in anderen europäischen Ländern – sind Bedenken der Verbraucher in Bezug auf Produktfälschungen. Im Juli 2015 wird die Europäische Kommission ein neues Sicherheits-Logo einführen, mit dem sich vertrauenswürdige Online-Apotheken ausweisen können. Dies dürfte einige der Bedenken ausräumen und zu weiteren Umsatzsteigerungen in dieser ohnehin schon wachstumsstarken Kategorie führen. Händler, die sich bemühen, bei den Verbrauchern weiteres Vertrauen aufzubauen, dürften so mit entsprechend größerem Erfolg belohnt werden.

 Online-Einkäufe für Kosemtik & Gesundheit