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    » Trends, Länder Fokus | 26.08.2015

    Black Friday: Machen Sie sich bereit

     

    Falls irgendjemand Zweifel an der globalen Reichweite des E-Commerce hatte, dann muss ihn ein Phänomen wie der Black Friday wohl vollends überzeugen. Früher war das eine rein amerikanische Angelegenheit und markierte den Startpunkt des Schlussverkaufs nach Thanksgiving. Seit Amazon das Event 2010 jedoch in Europa eingeführt hat, springen immer mehr Online-Händler auf dieser Seite des Atlantiks auf diese Rabattstrategie auf.

    Wer im November 2015 mitmischen will, tut daher gut daran, sich bereits jetzt auf den Black Friday vorzubereiten. Hier einige Tipps, um dem großen Tag angemessen zu begegnen:

    • Stocken Sie strategisch auf – arbeiten Sie eng mit Ihren Lieferanten zusammen, um einige interessante Rabatte auszuhandeln, die Sie am großen Tag anbieten können, um so neue Kunden zu gewinnen.

    • Bringen Sie Ihre Website auf den neuesten Stand – dazu gehört die Aktualisierung von Produktlisten und Beschreibungen, außerdem lohnen sich spezielle „Black Friday“-Seiten als Vorschau für Kunden, die schon früh mit ihrer Recherche beginnen. Ihre Website sollte außerdem für mobiles Shopping optimiert werden, falls dies nicht schon erfolgt ist.

    • Machen Sie Werbung – Sie sollten bereits jetzt an Marketingkampagnen mit E-Mails und gezielten Inhalten arbeiten und nicht alles auf die letzte Minute schieben.

    • Und bei alldem müssen Sie sich auch auf den erhöhten Lieferbedarf einstellen, da Umsatzspitzen in dieser Größenordnung jede Logistik unter Druck setzen.

    Sehen wir uns doch einmal an, was 2014 am Black Friday in Großbritannien geschah. Ein Bericht von Visa Europa hatte 8,5 Millionen Online-Transaktionen prognostiziert – eine Steigerung um 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – und man ging davon aus, dass die Verbraucher per Visa-Karte pro Sekunde 6.000 Pfund (8.418 Euro) ausgeben würden. Das entspricht mehr als 1 Million Pfund (1,4 Millionen Euro) alle drei Minuten. Eine Umfrage der Barclays Bank ergab, dass ganze 65 Prozent der britischen Einzelhändler am Event teilnehmen wollten.

    Als es dann soweit war, lagen die Online-Umsätze laut des britischen Branchenverbands für Online-Handel IMRG jedoch noch 50 Prozent über den Erwartungen vieler Experten.

    Obwohl dieses Phänomen am Wochenende des Black Friday (das mit dem „Cyber Monday“ endet) in Großbritannien am stärksten ausgeprägt war, begannen Einzelhändler in ganz Europa auf den Zug aufzuspringen, darunter so große Namen wie El Corte Ingles, Carrefour, Media Markt und Ikea.

    Feelunique.com konnte laut eigenen Angaben seinen Umsatz verdreifachen


    Dem Ansturm standhalten

    Einige Einzelhändler fragten sich anschließend jedoch, wie viel zusätzlichen Umsatz dieses Event 2014 tatsächlich generieren konnte, angesichts der Tatsache, dass die auf dieses Wochenende konzentrierten Käufe auch gleichmäßiger auf die Vorweihnachtszeit hätten verteilt werden können. Europas führender Online-Händler im Kosmetikbereich, Feelunique.com, erklärte jedoch, er habe seinen Umsatz verdreifachen können; dabei sei die Hälfte dieses Zusatzumsatzes auf Neukunden entfallen. Diese Zahlen will das Unternehmen 2015 nochmals verdoppeln.

    Ein ehrgeiziges Ziel, wenn man bedenkt, dass Einzelhändler wie Marks & Spencer in Großbritannien ihre Lieferungen 2014 um bis zu zwei Wochen verschieben mussten, um mit ihrer Logistik hinter der Nachfrage herzukommen. IMRG nannte dieses branchenweite Problem einen „Liefertsunami“.

    Craig Wheeler, E-Commerce and Retail Operations Director des Unternehmens, erklärte jedoch in einem Interview mit The Drum*, die Branche sei in dieser Hinsicht noch in der Lernphase; die Erwartungen in Sachen Lieferzeiten entsprechend zu managen, sei eine grundlegende Voraussetzung für dauerhaften Erfolg. „Wenn der Kunde weiß, dass seine Lieferung eine Woche braucht, ist das in Ordnung, solange er darüber informiert ist“, so Wheeler.

    Rechtzeitige Planung

    David-Alexandre Krupa, Sales Excellence Manager von Asendia, weist darauf hin, dass die üblichen bewährten Praktiken auch bei der Vorbereitung auf ein Event dieser Art zum Tragen kommen sollten. Sprechen Sie zunächst einmal rechtzeitig mit Ihrem Logistikanbieter über die zusätzlich benötigten Kapazitäten und stellen Sie Aushilfen für Lager und Callcenter ein.

    IMRG rät Einzelhändlern zudem, Rücksendungen entsprechend einzukalkulieren, Verpackungen zu optimieren, um den Platz in den Lieferfahrzeugen optimal nutzen zu können, und Tracking prioritär anzubieten – schließlich beruhigt eine gute Kommunikation die Kunden während der Wartezeit.

    Für kleine Einzelhändler könnten veränderte Lieferoptionen die beste Möglichkeit sein, um ihre Margen zu erhalten.

    Angesichts des bevorstehenden Vor- und Nachweihnachtsgeschäfts, mit dessen Vorbereitung die Einzelhändler bereits vertraut sind, sollte es den Unternehmen laut Krupa jedoch nicht allzu schwer fallen, ähnliche Methoden anzuwenden, um mit der gesteigerten Nachfrage richtig umgehen zu können.

    „Es ist immer wichtig, vorbereitet zu sein“, erklärt Krupa. Da der Black Friday in ganz Europa immer wichtiger werde und die Nachfrage eigentlich nur steigen könne, sei „dies sicherlich ein Punkt, den man im Auge behalten muss“.




    *http://www.thedrum.com/news/2015/01/15/uk-online-retail-sales-14-break-100bn-barrier-first-time-2014

    Über David-Alexandre Krupa
    Als Sales Excellence Manager für Asendia ist David-Alexandre für die Durchführung von Verkaufsschulungen zuständig. Seit 16 Jahren in Postindustrie tätig, arbeitete er in diversen internationalen Versand- und Logistikfirmen. Er spricht mehrere Sprachen darunter fliessend Französisch, Englisch, Spanisch, Italienisch, Schwedisch und Deutsch.

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